Grußwort

Hinterlasst Spuren

In einem afrikanischen Märchen wird von einem Mann erzählt, der seine Söhne in fremde Dörfer schickt mit dem Auftrag: Hinterlasst Spuren, dort wo ihr hinkommt. Sofort macht sich der Ältere ans Werk: er knickt Zweige um und macht Knoten in Grashalme. Schnell ist der Weg voll mit seinen Spuren. Der Bruder tut nichts dergleichen. Stattdessen setzt er sich in den Dörfern zu den Menschen auf den Versammlungsplatz, isst und trinkt mit ihnen, schließt Freundschaften und wird zu den Festen eingeladen.

Nach ihrer Rückkehr will der Vater an den Erlebnissen seiner Söhne teilhaben. Zu dritt machen sie sich auf den Weg. Wo sie hinkommen, wird der jüngere Bruder mit Freude begrüßt, den Älteren aber beachtet kein Mensch. „Das verstehe ich nicht“, sagt dieser. „Ich habe die ganze Zeit geackert, habe Zeichen und Spuren auf dem Weg gemacht, während mein Bruder nur mit den Leuten geredet und die Zeit vertan hat. Warum wird er jetzt von den Leuten beachtet und verehrt“. - Da gibt ihm der Vater zur Antwort: „Es gibt wichtigere Spuren als Grasbüschel. Das sind die Spuren, die wir in den Herzen der Menschen hinterlassen. Solche Spuren sind noch lange da, wenn deine Grasbüschel längst von Tieren gefressen sind.“

Ob es Zufall war, dass mir diese Geschichte in der Woche nach der 72-Stunden-Aktion in die Hände kam? Es war faszinierend, mit wie viel Energie und Begeisterung die Kinder und Jugendlichen in den verschiedenen Projektgruppen Spuren hinterlassen haben. Das wurde konkret sichtbar, wie etwa bei der Projektgruppe von Liebfrauen, die das Außengelände der Kita Sonnenhof verschönerte. Viel nachhaltiger werden aber die inneren Spuren sein, die diese Tage hinterlassen haben: Spuren der Gemeinschaft und des Miteinanders. Freundschaften wurden vertieft und konnten wachsen.

Das durften auch alle erleben, die sich seit über 25 Jahren in der

Peru-Partnerschaft der Liebfrauengemeinde engagieren und die im Juli vier Gäste aus Peru zu Besuch hatten. Von anderen Menschen aus unserer Gemeinde weiß ich, dass sie seit Jahren alte und kranke Menschen besuchen. Es gäbe noch unzählige ähnliche Beispiele solcher Spuren der Liebe und Freundschaft, der Nähe und der Zuwendung in unserer Kirchengemeinde. Allesamt sind für mich Hoffnungszeichen, hinter denen ich die Spuren der Liebe Gottes sehe.

Ich wünsche Ihnen für die Ferienzeit und darüber hinaus, dass Sie

in Ihrem Leben viele solcher Spuren entdecken können.

Margarete Hosbach

Gemeindereferentin

„Du gibst unseren Schritten weiten Raum - gastfreundlich und mutig Kirche sein“.




Berichte und Mitteilungen

Ministrantenaufnahme in St. Antonius (21. Juli 2019)

In St. Antonius ist es guter Brauch, vor den Sommerferien einen Ministrantentag mit der Aufnahme neuer Ministranten zu feiern. Zu Beginn der Eucharistiefeier wurden die beiden neu aufzunehmenden Ministranten der Gemeinde nach dem Eröffnungslied vorgestellt.

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Frauengemeinschaft und Senioren von St. Antonius in "Gehringers Garten" (18. 07.2019)

Auch in diesem Jahr trafen sich die Frauen und Senioren von St. Antonius zum Sommerfest in "Gehringers Garten", wo bereits ein köstliches Kuchenbuffet vorbereitet war. Zur Freude aller begleiteten Pfarrer Michael Dederichs, Vikar Daniel Johann und Gemeindereferent Thomas Ruland die Gruppe. Eleonore Barth und Luise Gehringer begrüßten die Gäste und wünschten allen einen schönen Nachmittag.

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Patrozinium und Pfarrfest in St. Bernhard (14.07.2019)

Am Sonntag, den 14. Juli 2019 wurde im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes mit anschließendem Pfarrfest der Namenstag der Gemeinde gefeiert. Musikalische Vielfalt bot sich durch den Einsatz von Bernhard Kaburek an Orgel und Gitarre sowie eigenen Liedbeiträgen von Kooperator Pfarrer Michael Dederichs. Vor dem Segensspruch erhielten mehrere Ministranten, welche kürzlich Geburtstag hatten, von Frau Ruf ein Präsent ausgehändigt. Ebenfalls der Mesner, Herr Arkadi Schübilla, kam so in den Genuss eines Päckchens. Im Anschluss lud Gemeindeteamsprecher Markus Clemens alle Gottesdienstbesucher ein, zu verweilen und sich neben der Stärkung des Geistes auch noch leiblich zu stärken und gemeinsam zu feiern.

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Serenadenkonzert im ‚Pfarrgarten von St. Antonius’ - Eine musikalische Reise zur Nacht (13.07.2019)

Karl-Heinz Renner, Sprecher des Gemeindeteams, begrüßte die Gäste, die zum 9. Serenadenkonzert im Pfarrgarten zugunsten bedürftiger Pforzheimerinnen und Pforzheimer gekommen waren - unter ihnen auch in diesem Jahr Pfarrer Thomas Müller von der Gemeinde an der Christuskirche. Alexandra-Tatjana Baur und Andreas Renner führten in bewährter Weise durch das anspruchsvolle Programm. Ganz nebenbei erzählten sie den Besucherinnen und Besuchern Interessantes über die Komponisten und ihre Werke.

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„Aufstehen – aufeinander zugehen“ - Patrozinium und Pfarrfest in St. Antonius (07.07.2019)

Pfarrer Bernhard Ihle zelebrierte das feierliche Hochamt und hielt die Festpredigt. In Antonius von Padua (1195-1231), dem bekanntesten Franziskaner der damaligen Zeit, der als begnadeter Prediger die Massen anzog und durch die Verkündigung des Evangeliums bei vielen Menschen eine Verwandlung auslöste, hat Gott uns einen Heiligen zur Seite gegeben, der die Menschen zur wahren Gemeinschaft zusammenführte; sein Wort hatte Kraft. Er stand auf für den Glauben und ging auf die Menschen zu, stellte Pfarrer Ihle fest. Entsprechend steht als Thema, das uns anregen soll, über dem Patrozinium: „Aufstehen – aufeinander zugehen!“

Nach dem „Antoniuslied“ der Gemeinde sang der Kirchenchor unter Leitung von Gwendolyn Phear Teile einer „Messe brève“ von Charles François Gounod, an der Orgel begleitet von Petrit Hamiti.

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Seltene Ehrung für Sigrid Paletta:

„Die Caritas verleiht Frau Sigrid Paletta als Zeichen der dankbaren Anerkennung für langjährige Mitsorge und Mitarbeit das Ehrenzeichen in Silber“ heißt es in der Caritas-Urkunde, die am 16. Mai 2019 vom Präsidenten des Deutschen Caritas-verbandes, Prälat Dr. Peter Neher, und vom Diözesan-Caritasdirektor für den Diözesan-Caritasverband der Erzdiözese Freiburg, Thomas Herkert, unterzeichnet wurde.

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