Berichte

Gottesdienst zum 60-jährigen Jubiläum der kfd-St. Bernhard (28.11.2021)

Ich Junia, eine Frau der ersten Stunde, welche die frohe Botschaft Jesu in die Welt getragen hat, habe mich sehr darüber gefreut, dass sich die kfd-St. Bernhard in ihrem Jubiläumsgottesdienst am Sonntag vor allem mit meiner Person beschäftigt hat. Wurde ich doch seit dem 13. Jahrhundert totgeschwiegen oder als Mann erwähnt.

Es wurden aber nicht nur wir Frauen, die Paulus in seinen Briefen angesprochen hatte, im Gottesdienst erwähnt, sondern auch die Frauen, die Jesu Auferstehung als erste bezeugten. Denn alle zusammen sind wir das stärkste Argument für die Öffnung aller kirchlichen Ämter für verheiratete und unverheiratete Frauen und Männer in der heutigen Zeit.


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Pfarrbrief Nr. 12 (13.11.-12.12.2021)

„Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.“ So beginnt ein Adventslied (Gotteslob 846), dem sicherlich auch die zustimmen können, die nicht an Gott glauben.

Denn Glück und Liebe ersehnt jeder Mensch. Ich jedenfalls habe noch keinen Mitmenschen getroffen, der nicht durch Lob aufblüht und sich über Wertschätzung freut. Und was meint denn der Ruf nach Gott anderes als, dass man ihm alles Gute zutraut und von ihm erhofft. Da wird Sehnsucht adressiert, wird zum Gebet: „Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, im Schmerz. Sei da, sei uns nahe, Gott.“ So geht die Strophe weiter und das Thema wird immer wieder in den folgenden Strophen aufgenommen.

Mystiker ist einer, der nicht aufhören kann zu wandern und der in Gewissheit dessen, was ihm fehlt, von jedem Ort und jedem Objekt weiß: „das ist es nicht.“ Diese Worte eines französischen Jesuiten bringen es auf den Punkt, und so gesehen dauert die Adventszeit nicht nur (fast) vier Wochen, sondern ein Leben lang. Wir sind unterwegs - mit dem Gedanken an die Vergänglichkeit und eben mit dieser unstillbaren Sehnsucht. Es ist das Wissen um das, was mir fehlt. Dieses Fehlen wird deutlich, wenn wir sagen: „du fehlst mir“, „ich vermisse dich“, „ich hätte dich liebend gern bei mir“.

So ist die Sehnsucht der Christen nach Jesus: endlich soll es doch überall so sein, wie es damals war: versöhnend, heilsam, gerecht. „Komm Herr Jesus“. – „Herr, ich bin bedürftig, aber sprich nur ein Wort, und meine Seele wird gesund“, und mein Leben kommt in Ordnung.

Die Adventszeit lädt dazu ein, seinen Sehnsüchten als Christ nachzugehen. Wer im Namen Jesu glauben kann, vermag seiner Sehnsucht Raum zu geben, sie zu adressieren. Damit werden sie mit Jesus verbunden. „Du fehlst mir“, sagen sie überzeugt und voll Vertrauen. Sie vermissen ihn, und bleiben entsprechend gespannt. „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“!

So wünsche ich uns einen Advent voller Sehnsucht!

 

Thomas Ruland, Gemeindereferent Kirchengemeinde Pforzheim

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Katholische Kirchengemeinde Pforzheim
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St. Antonius - St. Bernhard - Hl. Familie
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Mitteilungen

Pfarrer Michael Dederichs geht zum 31. Oktober 2021 in den Ruhestand

Abschiedsgottesdienst am Sonntag, den 31.10.2021, um 18.00 Uhr in St. Antonius.

Pfarrer Michael Dederichs wurde am 18. Oktober 1956 in Stolberg in der nordrhein-westfälischen Städteregion Aachen geboren. Obwohl er als Vierjähriger auf jeden Fall Schneider werden wollte und – bedingt durch den frühen Tod seiner Mutter – zunächst bei Franziskanerinnen aufwuchs, wurde er auf seinem Lebensweg vor allem geprägt durch seine Ziehmutter und beeinflusst von seinem Pflegevater, dem Bildhauer Franz Kött, der Träger des Ehrenpreises des Bischofs von Münster war und zu dessen Kunden Bundespräsident Walter Scheel zählte. Auf Anraten seines Pflegevaters machte Michael Dederichs – wie sein älterer leiblicher Bruder - zunächst eine Lehre als Bau- und Möbelschreiner, die er als Geselle mit Auszeichnung abschloss.


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Gottesdienste während der Corona Pandemie...

können weiterhin gefeiert werden. Gott sei Dank! – Allerdings findet die „Drei G-Regel“ in unseren Gottesdiensten keine Anwendung. Sonst müssten wir alle überprüfen, ob sie zweimal geimpft, genesen oder getestet sind – und würden jene, die sich beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, von vornherein von unseren Gottesdiensten ausschließen.

Das wollen und können wir nicht. Umso wichtiger ist es, dass das geltende Hygienekonzept weiterhin in unseren Gottesdiensten konsequent umgesetzt wird:

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