Grußwort

„Suche Frieden“

Liebe Leserinnen und Leser,

„Suche Frieden“ ist die Einladung, jeden Tag das Geschenk des Friedens vom auferstandenen Jesus Christus anzunehmen. Wir sind aufgefordert, den Frieden zu entdecken und zu leben, weil es die Grundlage des Zusammenlebens aller von Gott geschaffenen Geschöpfe ist, nicht nur jetzt, wo immer mehr Länder direkt oder indirekt für zerstörerische Kriege verantwortlich sind.

In der Fastenzeit hat eine Gruppe von evangelischen und katholischen Christen in St. Elisabeth begonnen, mit Hilfe eines Heftes mit täglichen Impulsen sich persönlich und im Austausch untereinander auf die Suche nach dem Frieden zu machen. Diese Gruppe trifft sich auch weiterhin, weil der Bedarf so groß ist, sich dieser Grundaufgabe von Christen zu widmen und sich gegenseitig durch das Teilen von Leben und Glauben zu bestärken.

Die Themen nehmen die drei Dimensionen Friede mit mir selbst, mit anderen Geschöpfen und mit Gott in den Blick. Mich hat bisher der Satz des Irenäus von Lyon, Bischof und Kirchenvater aus dem 2. Jahrhundert, am meisten beeindruckt: „Die größte Ehre Gottes ist der lebendige Mensch. Und das Leben der Menschen ist die Sehnsucht Gottes“.

Wir können Gott und uns selbst die größte Freude damit machen, dass wir lebendige Menschen werden. Das ist kein falsch verstandener Aktivismus, sondern die von Gott geschenkte Lebendigkeit in mir selbst zu entdecken und zu leben, gemeinsam mit allen Geschöpfen. Dies ist auch der Schlüssel auf der Suche nach dem Frieden. Nicht die Angst vor anderen Geschöpfen oder neuen Entwicklungen ermöglicht den Frieden, sondern die von Gott geschenkte Lebendigkeit.

An Christi Himmelfahrt müssen sich die enttäuschten Jünger von den Engeln sagen lassen, nicht länger zum Himmel zu starren, sondern als lebendige Menschen zu leben.

An Pfingsten befreit der Heilige Geist die verängstigen Jünger aus ihrer Angst und macht sie zu lebendigen Verkündern der Botschaft Jesu.

Ich wünsche uns allen viel Freude beim Zulassen der von Gott geschenkten Lebendigkeit in uns.

Markus Schütz, Pastoralreferent in St. Elisabeth

„Du gibst unseren Schritten weiten Raum - gastfreundlich und mutig Kirche sein“.





Pforzheim, April 2018

Liebe Kinder,

Liebe Jugendliche,

Liebe Erwachsene,

Brot, das die Hoffnung nährt, so lautet der Leitspruch zum diesjährigen Fronleichnamsfest (31.Mai).

Unter diesem Vorzeichen lassen sich auch Ereignisse und Personen zuordnen, die in unserer Katholischen Kirche Pforzheim das „Brot“ mit Vielen von uns in Wort und Tat teilten. Sie dürfen in der ersten Hälfte des Wonnemonats Mai auf einen wichtigen Tag in ihrem Leben schauen.

Da gilt es den Tag zu feiern, an dem zwei ehemalige Praktikanten unserer Kirche, Georg Henn und Philipp Ostertag, inzwischen Diakone, mit weiteren geistlichen Brüdern im Freiburger Münster das Sakrament der Priesterweihe empfangen (13.Mai).

Da jährt sich wenig später der Tag, an dem vor zwanzig Jahren Pfarrer Dr. Johannes Mette und Pfarrer Stephan Sailer die Priesterweihe empfingen (17.Mai).

Ihnen allen, unseren geistlichen Brüdern im Herrn, gelten unsere Glück- und Segenswünsche.

Brot, das die Hoffnung nährt - Wenn hier das Wort BROT gebraucht wird, dann geht es nicht nur um eine Scheibe Brot vom Bäcker. Das Wort BROT steht für alles, was der einzelne Mensch zum Leben nötig hat. Das Wort BROT als Schlüsselwort steht freilich auch für das, was sein Gegenüber braucht.

Brot, das die Hoffnung nährt - Wir wissen um den Hunger des Leibes, jedoch auch um den

Hunger des Geistes und der Seele. Wir helfen wo wir können.

Brot, das die Hoffnung nährt - Sicherlich "besuchen wir die Kranken", wenn wir die „Bettlägrigen“ aufsuchen, gleich nebenan oder in die Kliniken, doch wir sehen auch das Verlangen nach Hilfe derer die sie medizinisch betreuen und pflegen. Wir sorgen uns um eine Vermenschlichung im Bereich des Gesundheitswesens.

Brot, das die Hoffnung nährt - Den Gefangenen besuchen ist das eine, das es nicht zur Haft kommt ist das andere. Wir sehen hier großen Handlungsbedarf, spüren jedoch auch oft unsere Ohnmacht.

Brot, das die Hoffnung nährt - Wir vergessen nicht, dass einer, der seinen Nächsten in dieser Welt wirklich liebt und sich für ihn konkret einsetzt, Gott liebt, ohne es zu wissen, auch wenn er Christus nicht kennt, und preisen Gottes Güte.

Brot, das die Hoffnung nährt - Wir sehen Menschen, die in unterschiedlichen Lebenssituationen ihren Weg mit Gott gehen, nach Gott fragen und ihren Platz in der Kirche suchen, doch auch zweifeln oder sich mit ihrem Glauben schwer tun. Wir ermutigen sie, nicht müde zu werden im Ringen um ihr Leben.

Brot, das die Hoffnung nährt - Wir sehen, dass Gott im Leben vieler Menschen kaum eine Rolle mehr spielt und wollen die biblische Botschaft vom Gott in Jesus Christus bezeugen durch Unterweisung und unseren Lebenswandel.

Brot, das die Hoffnung nährt - Wir sind von der Not vieler Menschen zur umsichtigen Hilfe herausgefordert und allzeit bereit: Wir nehmen mit Herz und Verstand wahr, dass „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, [...] auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi“ (2.Vat.Konz.) sind.

Brot, das die Hoffnung nährt - Wir beugen uns nicht der Spirale der Gewalt und geben Mobbing, übertriebene Selbstdarstellung, Neid und Eifersucht – als ein perfekter Nährboden für Beleidigungen aller Art keinen Raum. Wir pflegen eine Kultur der Liebe und Gerechtigkeit. Wir hoffen auf Erbarmen und Vergebung wenn wir anderen etwas schuldig geblieben sind und wir gesündigt haben.

Brot, das die Hoffnung nährt - Unsere Hoffnung auf Auferstehung trägt, ja nährt, unser Leben

und lässt uns unsere Toten nicht vergessen. Wir begreifen uns als eine Gemeinschaft der

Lebenden und der Toten.

Liebe Leserinnen, lieber Leser

Am Fronleichnamsfest demonstrieren wir und zeigen, worauf wir unsere Hoffnung setzen, was uns nährt, aus wessen Geist heraus wir handeln. Wir schauen in der verhüllenden GESTALT DES BROTES den LEIB CHRISTI. Wir schauen auf das Allerheiligste in der Monstranz und sind als pilgerndes Volk Gottes unterwegs.


Alle Menschen guten Willens sind uns herzlich willkommen.

Bernhard Ihle, Pfr.

Leiter der Kath. Kirchengemeinde und Dekan

Michael Dederichs, tit.Pfr.
Kooperator


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Berichte

Erzbischof Stephan Burger hat Diakon Philipp Ostertag zum Priester geweiht (13.05.2018)

Erzbischof Stephan Burger hat am 7. Sonntag der Osterzeit im Freiburger Münster acht junge Männer zu Priestern geweiht - unter ihnen Georg Henn, der im Jahr 2012 für einige Monate als Praktikant in Pforzheim-West war (auf dem Gruppenfoto rechts vor dem Erzbischof) und Philipp Ostertag, der seit April 2016 - zunächst als Praktikant und von Christi Himmelfahrt 2017 an als Diakon - angeleitet von Pfarrer Dr. Johannes Mette - in St. Antonius und St. Bernhard mit Heilige Familie in der Seelsorge arbeitete. Auch die Diakonenweihe in Walldürn empfing er aus der Hand von Erzbischof Stephan Burger. Seit Januar 2018 bereitete er sich gemeinsam mit den anderen Kandidaten in Freiburg auf die Priesterweihe vor.

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Christi Himmelfahrt in Heilige Familie, Keltern-Dietlingen mit traditionellem Grillfest (10.05.2018)

In diesem Jahr versammelte sich die Gottesdienstgemeinde - nicht nur des schlechten Wetters wegen - gleich in der Kirche zur Festtagsmesse. Pfarrer Michael Dederichs stand der Liturgie vor und hielt die Predigt, in der er das Fest für unsere Zeit deutete. Bernhard Kaburek begleitete die Lieder an der Orgel. Herbert Böhm trug die Lesung vor und lud namens des Gemeindeteams und der Pfarrgemeinderäte am Ende des Gottesdienstes alle Besucher/innen sehr herzlich zum anschließenden Grillfest ein, das in diesem Jahr im Gemeindehaus stattfinden musste.

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Lange Nacht der Kirchen (05.05.2018)

Nach der Begrüßung durch den Gemeindereferenten von Pforzheim-West, Thomas Ruland, war im ersten Teil von 20.00 Uhr an ‚Harfenmusik aus Lateinamerika’ zu hören. Der prämierte Harfenist Angel Dario González Nuñez aus Paraguay, der auch in den ersten ‚ Langen Nächten der Kirchen’ in St. Antonius gespielt hatte, führte seine Zuhörer/innen vor allem mit eigenen Kompositionen und vertrauten Liedern nach Lateinamerika.

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Besinnungswochenende der Gemeindeteams des Pastoralen Raums Pforzheim-West im "Herz-Jesu-Kloster" in Neustadt an der Weinstraße (27./28.04.2018).

Das Wochenende stand unter dem Thema „Heute Christ sein - heute Kirche sein“. Referent war Dipl. Theol. Tobias Licht, Leiter des Bildungszentrums Karlsruhe der Erzdiözese Freiburg.

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Ausflug der Erstkommunionkinder ins Kloster Lichtenthal, Baden-Baden (19.04.2018)

Schon seit einigen Jahren fahren die Erstkommunionkinder von St. Antonius, St. Bernhard und Hl. Familie zum Abschluss der Vorbereitung in das Kloster Lichtenthal. Organisiert wird der Ausflug von Gemeindereferent Thomas Ruland.

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